Donnerstag, Dezember 08, 2005

Des is doch a Wahnsinn

"Da fahrn die Züge und die Schranken san offen, sads ihr denn Wahnsinnig?"
So äussert sich eine Aufgebrachte Frau gegenüber dem gesundheitlich angeschlagenen Fahrdienstleiter, der die Situation ebenfalls für alles andere als erfreulich hält.
Was war passiert?

Ein Schwerfahrzeug hatte den hier rechst abgebildeten Schrankenantrieb so stark verbogen, daß ein Schließen mechanisch einfach nicht mehr möglich war.
In solchen Fällen sieht die Vorschrift die Verständigung der Züge vor. Der Befehl lautet:
"EK km 12.354 gestört. Vor EK km 12.345 im Bf. Blaustauden anhalten. Weiterfahrt nach Abgabe des Signals Achtung"

Eine erhebliche Betriebsbehinderung einerseits und bei weitem kein Ersatz für einen geschlossenen Schranken.
Bestimmt wird sich in den kommenden Wochen, niemand mehr sich beschweren daß der Schranken nicht geöffnet wurde.

Mittwoch, November 23, 2005

Fahrdienstleitung

oder der Versuch einer Dramatisierung.

In der Mitte des Raums eine Sicherungsanlage mit nostalgisch anmutenden Weichenhebeln und Induktorkurbel.
Daneben der Komandotisch mit Flachbildschirm und Stellpult.
Eine Glasscheibe in der sich eine kleines Fensterchen öffnen lässt trennt die Eisenbahner von den Reisenden.
Draussen steht eine kleine blonde Frau mitleren Alters. Sie ist schon etwas ungeduldig.


Fahrdienstleiter A: Entschuldigens, aber i hab jetzt wirklich koa Zeit. Aber sie könntn wegen der Reservierung die 05-1717 anrufen.

Kundin: Aber drum bin i ja da, weil dort neamt ahebt.
Fahrdienstleoter A: Kuntns vielleicht später nu amoi kumma, es geht jetzt ganz schlecht.

Ein Zug Braust durch und verleiht diesen Worten unversehens Gewicht.

Kundin: In Zehn Minuten?
Fahrdienstleiter A: Ja, i glaub da geht’s leichter.

Die Kundin verläßt den Schalter. Fahrdienstleiter A hat noch immer nicht gefunden in welchem Menü er die Reservierung vornehmen kann. Derweilen fahren Züge ein und aus. Die Sicherungsanlage rattert, Weichenhebel werden hart gegen den Anschlag geschleudert. Dazwischen wandern noch einige einfache Fahrausweisen über den Schalter. Das rasseln eines Weckers signalisiert die sich senkenden Scharnkenbäume.
15 Minuten später
Inzwischen halten sich zwei Verschieber und Fahridenstleiter B, der den Dienst übernehmen wird im Raum auf. Der Verschubleiter hat hinter Fahrdienstleiter B Platz genommen, der sich des Zugverkehrs angenomme hat, und beobachtet interessiert den Zuglauf auf dem Monitor. Fahrdienstleiter A gibt weiter Fahrscheine aus. Auch die Kundin von vorhin ist wieder da.


Fahrdienstleiter A (zu B gewandt): kunts du die Reservierung macha?
Fahrdienstleiter B: wart a wenig...
Fahrdienstleiter A (zur Kundin): ein wenig Geduld bitte...
Kundin: (ungehaltener als zuvor) Ja kinans ses net! Oder was? I hab mein Zeit a net gstoin. I muas dann ind arbeit.

Während sie spricht ist hinter ihr ein Mann aufgetaucht der offenbar ein Anliegen hat das nicht warten kann.

Autofahrer: hearns is des normal, daß der Schranken da a viertlstund zua is?
Fahrdienstleiter A (mit ernster Miene zu Fahrdienstleiter B gewandt) Is des normal?
Fahrdienstleiter B schüttelt energisch den Kopf. Kurzes Schweigen.
Autofahrer: Da stengan dreisg Auto und alle hupn ois wia und neamt macht den Schranken auf. A vierl Stund lang ...
Fahrdienstleiter A: (mit dem Brustton der Überzeugung) oiso Hupen hüft d garnix, weil des heart ma da net. Da kinans de Dame fragen. (zur Kundin gewandt) Ham Sie was gheart?
Kundin: (etwas unsicher wessen Partei sie ergreifen soll) Naaa....
Fahrdienstleiter A: Da hearns es, des Hupen huft gar nix...

Autofahrer ab.

Sonntag, November 20, 2005

Schrankenlosikeit ...

...ist der Wunsch vieler Eisenbahner und Innen, der aber meist nicht erfüllt wird.
nahezu alle Bahnhöfe, vor allem auf weniger gut ausgebauten Stecken, verfügen über eine Vielzahl Schienengleicher Bahnübergänge, im Fachjargon Eisenbahnkreuzung oder kurz EK genannt. Man unterscheidet dabei zwischen technisch gesicherten und nicht technisch gesicherten Eks. Alleine diese Einteilung macht deutlich, dass es keine "ungesicherten" Bahnübergänge gibt, sondern nur solche, bei denen die Straßenbenützer sich selbst vergewissern müssen, dass sich kein Schienenfahrzeug nähert. Als kleine Unterstützung dabei dienen so genannte Pfeifplöcke, die den TriebfahrzeugfüherInnen anzeigen, dass er akustische Warnsignale abzugeben hat. Die Straßenbenützer werden mit Schildern auf die Eisenbahnkreuzung aufmerksam gemacht. Meist handelt es sich um Andreaskreuz und Stopptafel, bei nicht öffentlichen Straßen kommen "Privatwegtafeln" zum Einsatz.
Neuerdings hat Mann es mit einer besonders pervieden Bauform einer technisch gesicherten EK zu tun. Sie befindet sich im Km 32,154 der Strecke Linz - Selzthal zwischen den Einfahrsignal A und den Ausfahrsignalen H1/3. Nicht genug dass der Schließvorgang - wie bei Eks im Bahnhof üblich -manuell eingeleitet werden muss, ist auch das öffnen der Schranken Aufgabe des Fahrdienstleiters. Müßig zu erwähnen, dass dieser Handgriff häufig dem "Vergessen" anheim fällt und so der Verkehr oft länger als nötig zu Erliegen kommt. Anders als bei herkömmlichen EKSA (Eisenbahnkreuzungssicherungsanlagen) besitzt die gegenständliche auch keine Erinnerungsfunktion (Sperrzeitüberschreitung). Das führt natürlich zu Ärger bei den Autofahrern und Autofahrerinnen, die ihrem Unmut mit Hupen Ausdruck verleihen. Was freilich wirkungslos bleibt, da der Bediener der EK dies nicht wahrnehmen kann.
Gelegentlich sucht der geplagte Verkehrsteilnehmer sogar die Konfrontation mit dem Bahnpersonal, was nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen führt, sondern den Frust beider Seiten mitunter noch erhöht.

Donnerstag, November 03, 2005

Käslocke...


Käslocke
Originally uploaded by rk0110.
... so nennt sich die Wurst, die Augen*chen sichtlich mit Genuss verspeist.

Die Geschichte einer bedeutenden Alpenbahn

Zu Füssen des imposanten Benediktinerstifts, das vom Bayernherzog Tassillo im Jahre 777 gegründet wurde erstreckt sich der kleine Marktflecken an dessen Rand Mann seine neue Verwendung gefunden hat.

Die „Kremstalbahn“ wurde am 24. Februar 1881 fertiggestellt. Auf die Anbringung von Sicherungseinrichtungen, wie etwa Schranken oder Wärterhäuschen, wurde damals verzichtet. Es erschienen aufgrund der geringen Geschwindigkeit, welche für den Betrieb von Lokalbahnen vorgeschrieben war, als völlig unnötig. Die offizielle Eröffnung der Strecke erfolgte am 30. April 1881.
Bereits in Paragraph 1 des Statutenentwurfs der Kremstalbahngesellschaft wurde klar und deutlich festgehalten, daß die Station nur den vorläufigen Endpunkt der Strecke darstellen sollte.
Nachdem der Streit zwischen den Gemeinden Michldorf und Kirchdorf die beide den Endpunkt der neuen Bahnlinie für sich reklamierten beigelegt worden war wurde der Bau sogleich in Angriff genommen. Die veranschlagten Baukosten konnten, wenn auch nur leicht, unterschritten werden: (16 Gulden blieben übrig) und am 1. August 1883 konnte die Strecke bis Micheldorf offiziell eröffnet werden.

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Dienstag, Oktober 18, 2005

Bahn - Die neue Gerti

Die neue Gerti ist „Kaffeebraun“. Ihre Statur ist der der alten Gerti nicht unähnlich. Die Kommunikation unterscheidet sich dagegen wie Tag und Nacht.
Erschien die alte Gerti stehts strahlend um immer die gleiche Zeit und hatte meinst ein Mehlspeise dabei, so taucht die neue Gerti plötzlich und unerwartet auf. Sieht fragend drein und spricht nur gebrochen Deutsch. Natürlich hat sie keine Mehlspeisen im Gepäck und natürlich auch keine Neuigkeiten auf den Lippen.
Den Kaffee muss Mann sich selbst zubereiten und an einem Plauscherl ist der neue Gerti scheinbar auch nicht gelegen….
Die Zeiten ändern sich und Mann hat ja auch bald eine neue Wirkungsstätte.
Die alte Gerti wird ihm trotzdem fehlen.

Samstag, Oktober 08, 2005

Richtschnur

Handwerkliches Geschick alleine reicht oft nicht aus, um ein esthätisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen. So bedient Mann sich einfacher Hilfsmittel um die Konturen des erweiterten Gartens ein klein wenig Geometrie angedeihen zu lassen. Doch so eine Schnur hat ihre Tücken...

das Plakat...

Ein Plakat das sich nahtlos ins Landschaftsbild einfügt?












Mit nichten. Bei näherer erkundung der Lage zeit sich, daß der freie Zugang zum See einer aufgeweichten Plakatwand und dem frischen Herbstwind zu verdanken ist.

Montag, September 26, 2005

Haare...

.. sind für unser Wohlbefinden sehr wichtig. Wenn sie "zu Berge stehen" bedeutet das meist ungemach.
So schätzt Mann es überhaupt nicht wenn Augen* ihm solches antut.

Dienstag, September 20, 2005

mystischer Herbst

Der Garten im Herbst bietet viele Freuden, aber auch Geheimnisse.
Diese seltsame Lücke in der Grasnabe zum Beispiel...

Sonntag, September 18, 2005

Familienausflug

Wie im richtigen Leben hatte das "Schinakl" auch nur einen Gang. Den nach vorne nämlich.
Augen*chen steuerte es mit ruhiger Hand.

Freitag, September 16, 2005

Schulstart

Woran erkennt Mann, daß der Sommer zu Ende geht?


Richtig, die Schule hat begonnen und der Provinzbahnhof ist zu neuem Leben erwacht...

Montag, September 12, 2005

nine eleven

Das erste der beiden mysteriösen SMS schlägt ins Mobiltelefon ein.
Der gesamte Text (siehe Faximile) lässt keinen Zweifel daß es dem Absender ernst ist.

"Dir erzähl ich noch mal was, bin stocksauer!
Kannst deinen Mund doch nicht
halten, gut zu wissen. Dachte du bist anders,
leider hab ich mich da wieder mal
getäuscht!
Das Rote Kreuz, super!"

Obwohl die Nachricht nichts an Eindringlichkeit vermissen lässt, bleibt der Grund für diese heftige Gemütsregung im Dunkeln.

Sachdienliche Hinweise auf den Absender oder den Auslöser der Verbalinjurie, die natürlich streng vertraulich behandelt werden, dringend erbeten.

Donnerstag, September 08, 2005

Impressionen einer Wanderung

Bei "Kaiserwetter" legte die kleine Wanderschar die wenigen Kilometer - die nur eine kurze Strecke durchs Unterholz führten, und deren Steigung von gut Trainierten ohne Aufstiegshilfe zu bewältigen ist - in einem Tag zurück und erreichte durchnäßt und glücklich die abgestellten Kraftfahrzeuge in dem beschaulichen Marktflecken am grossen Strome, mit denen sie in den frühen Morgenstunden angereist war.
Vorsorglich wurde eine bekannte Sehlentrösterin alarmiert die mit ihrem Team den ermatteten Wanderleuten vor der Heimreise Mut zusprachen.
Resümee:
Mittelschwere Wanderung die mit aureichend Kondition und Teamwork auch mit mehrrädrichen Kleinkindbeförderungsmitteln zu bewältigen ist.

Montag, September 05, 2005

durchs kleine Kößlbachtal zum "Vier-Viertel-Blick"

Dienstag 6. September 2005

0800 Abfahrt Wels

0830 Abfahrt Eferding, Parkplazt beim Erlebnisbad

0900 Abmarsch von Wesenufer, Parkplatz bei der Kirche

Länge: 7 Km
Höhendifferenz: 320 m
Tourenkarakter: Familenfreundlich